Aktuelle Meldung
Di., 09. Juni 2026
SOFTEC mit zwei Beiträgen auf dem NeuroIS Retreat 2026 vertreten
SOFTEC mit zwei Beiträgen auf dem NeuroIS Retreat 2026 vertreten
Wir freuen uns, bekanntgeben zu dürfen, dass der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Softwaretechnik (SOFTEC) mit zwei wissenschaftlichen Beiträgen auf dem NeuroIS Retreat 2026 vertreten ist. Die Veranstaltung fand vom 2. bis 4. Juni 2026 in Wien, Österreich statt. Sie gilt als zentrale Plattform für die interdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Neurowissenschaften und Wirtschaftsinformatik.
Der erste Beitrag “Beyond Productivity: Cognitive and Neurophysiological Implications of Generative AI in Knowledge Work” von Leonardo Banh, Ellen Lachmann und Gero Strobel untersucht die kognitiven und neurophysiologischen Implikationen der Nutzung generativer künstlicher Intelligenz (GenAI) in der Wissensarbeit. Im Rahmen einer systematischen Literaturanalyse wurden 39 empirische Studien analysiert und zehn konzeptuelle Cluster identifiziert, welche kognitive, affektive und soziale Effekte der GenAI-Nutzung abbilden. Darüber hinaus analysiert der Beitrag, wie diese Effekte in bisherigen Studien operationalisiert und gemessen werden. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass bisherige Forschung insbesondere kurzfristige und aufgabenbezogene Effekte betrachtet, während längerfristige sowie soziale und relationale Implikationen der GenAI-Nutzung noch stärker untersucht werden sollten.
Der zweite Beitrag “The Neural Recruiter: A Research Proposal for Evaluating Human-GenAI Dynamics in High-Stakes Decision-Making” entstand in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). In dem Research Proposal von Thimo Schulz, Leonardo Banh und Gero Strobel wird ein Forschungsdesign vorgestellt, mit dem die neuronalen und kognitiven Effekte der GenAI-Nutzung in schwierigen Entscheidungssituationen untersucht werden sollen. Im Mittelpunkt steht ein Rekrutierungsszenario, in dem Teilnehmende zwischen ähnlich qualifizierten Bewerberprofilen entscheiden und dabei mit unterschiedlichen GenAI-Interaktionsstilen konfrontiert werden. Durch die Kombination von EEG, Eye-Tracking, Verhaltensdaten und Selbstauskünften soll untersucht werden, wie GenAI kognitive Kontrolle, Aufmerksamkeit, Systemvertrauen und wahrgenommene Verantwortlichkeit in High-Stakes-Entscheidungen beeinflusst.
Im Vorfeld des Retreats nahm Leonardo Banh zudem am EJIS Workshop zur Sonderausgabe “Neurophysiological Foundations and Effects of Contemporary Digital Technologies” teil und konnte dort aktuelle Perspektiven zur neurophysiologischen Forschung an gegenwärtigen digitalen Technologien diskutieren.
Wir bedanken uns bei den Konferenzorganisatoren für die gelungene Veranstaltung und freuen uns über die erneute Sichtbarkeit des SOFTEC-Lehrstuhls in der NeuroIS-Community.
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