Anfordern von Feedback

Feedback ist grundsätzlich für alle Artefakte und jeden Zustand im Rahmen der Betreuung einer wissenschaftlichen Arbeit möglich. Dementsprechend beginnt diese Möglichkeit vor dem Exposé und endet erst mit einem Abschlussgespräch nach der Benotung. Allerdings müssen Sie dieses Feedback auch anfordern, da im Rahmen der Betreuung nur Sie den Überblick darüber haben, was Ihnen alles Probleme bereitet - der Betreuer selbst hat ja nur einen begrenzten Einblick darin, was Sie während der Bearbeitung tun.

Um Feedback anzufordern ist es wichtig, dass Sie ihr Problem so konkret wie möglich machen, damit Ihr konkretes Problem gelöst werden kann. Wenn Sie nur "allgemeine Hinweise" benötigen, gibt es dafür genügend Literatur und Leitfäden. Daher gibt es gute und weniger gute Arten Feedback anzufordern.

Beispiel für schlechte Fragen:

  • „Anbei der aktuelle Stand. Was halten Sie davon?“

Hier fehlen viele wesentliche Informationen, bspw. der Unterschied zwischen dieser und der Vorversion, der Grad der Fertigstellung der einzelnen Bereiche, was genau der Grund ist, warum nach Feedback gefragt wird und vieles mehr.

Beispiel für gute Fragen:

  • „Ich bin mir mit der Quellendichte und -formatierung nicht sicher. Kap. 3.2 wäre so, wie ich es verstanden habe, ist das in Ordnung?“
  • „Ich weiß nicht ob die Argumentation in Kap. 2.7 ausreichend ist, um das Thema X auszublenden und in Kap. 4 nur auf Y einzugehen.“
  • „Ich habe ein grundsätzliches thematisches Problem beim Thema X. Ich sehe die Bereiche A, B und C. Muss ich die alle gleich gewichten? Wie soll man da eine Auswahl treffen?“
  • „Kapitel 3 ist final. Ich hätte gerne einmal Feedback dafür, unter der Annahme, dass das Ziel des Kapitels ist...“ 

Durch konkretere Fragen wird es einfacher Ihnen die Rückmeldung zu geben, die Sie benötigen.

Kommunikationskanäle für Feedback

Abhängig von Ihrem Problem, dem evtl. notwendigen Textauszug und dem Umfang der Lösung bieten sich unterschiedliche Kommunikationskanäle an, bspw. persönliches Gespräch, Telefon oder E-Mail. Es kann sein, dass Sie einen dieser Kanäle bevorzugen, dann können Sie dies entsprechend kommunizieren, ansonsten behalten wir uns vor, den für uns geeigneten Kanal zu wählen.

Achten Sie aber darauf, entsprechende Informationen auch weiterzugeben. Eine Anfrage zu einem Gesprächstermin, sollte immer das konkrete Thema und die bekannten Probleme enthalten. Wenn Sie also wissen, was Sie besprechen wollen, teilen Sie uns das immer vorab mit. Wenn Ihre Probleme auf einen Textabschnitt bezogen sind, sollten Sie uns den auch vorher zur Verfügung stellen. Sie können nicht davon ausgehen, dass wir alles lesen können, was Sie uns bspw. erst am Vormittag zur Verfügung stellen. Auf jeden Fall sollten wir aber per E-Mail die Dokumente zum Gesprächstermin erhalten haben.

Sollten Sie Feedback per E-Mail einmal nicht zeitnah erhalten haben, können Sie gerne nach 4 Werktagen einmal nachfragen.