Themen für das Seminar "Wirtschaftsinformatik"

Themen für Bachelor-Studierende

SOFTEC-BA, Wintersemester 2017/2018, Bachelor

Bachelorseminar Wirtschaftsinformatik und Softwaretechnik

Themen für das Seminar "Wirtschaftsinformatik"

Themen für Master-Studierende

SOFTEC-MA, Sommersemester 2017, Master

Themenkomplex: Masterseminar Wirtschaftsinformatik und Softwaretechnik

Liste der möglichen konkreten Themen:

  • SOFTEC-MA-01, Betreuung: Tobias Brogt , M. Sc.

    Analyse des Einsatzes von Big Data in Servicesystemen

    Servicesysteme können als sozio-technische Systeme definiert werden, die eine gemeinsame Wertschöpfung zwischen verschiedenen Akteuren (co-creation of value) ermöglichen. In Servicesystemen wird dabei nicht auf die einzelne Dienstleistung oder das einzelne Produkt fokussiert, sondern auf den Wert, der sich durch die Interaktion und den gemeinsamen Einsatz dieser ergibt. Dies beschreibt einen Wandel von der güterorientierten Sichtweise (Goods-Dominant Logic) hin zur serviceorientierten Sichtweise (Service-Dominant Logic). Die Entwicklung bzw. Entstehung derartige Systeme wird unter anderem durch die fortschreitende Digitalisierung im Rahmen der digitalen Transformation motiviert. Eine der wesentlichen Technologien, die auch Potentiale für Servicesysteme bietet ist Big Data. So kann durch die Auswertung der vorhandenen Datenmengen bspw. die Interaktion zwischen den an der gemeinsamen Wertschöpfung beteiligten Akteuren unterstützt werden.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, zu zeigen, wie Servicesysteme und Big Data miteinander kombiniert werden können. Dabei kann bspw. auf mögliche Ansatzpunkte, Einsatzpotenziale oder Herausforderungen eingegangen werden. 

    Literatur

    Böhmann T, Leimeister JM, Möslein K (2014) Service Systems Engineering. Business & Information Systems Engineering 6(2):73–79. doi:10.1007/s12599-014-0314-8 

    Demirkan H, Bess C, Spohrer J, Rayes A, Allen D, Moghaddam Y (2015) Innovations with smart service systems: Analytics, big data, cognitive assistance, and the internet of everything. Communications of the Association for Information Systems 37:Article 35

    Spohrer J, Maglio PP, Bailey J, Gruhl D (2007) Steps toward a science of service systems. Computer 40(1):71–77. doi:10.1109/MC.2007.33

  • SOFTEC-MA-02, Betreuung: Tobias Brogt , M. Sc.

    Identifikation von Vorgehensmodellen für den Entwurf und die Entwicklung von Servicesystemen für die Digitale Transformation

    Durch die Digitale Transformation befinden sich Unternehmen in einem Umfeld, dass viele neue Herausforderungen und Anforderungen umfasst. Die Berücksichtigung bzw. der Umgang mit diesen ist für den Fortbestand der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen entscheidend. Servicesysteme bieten dabei eine Möglichkeit, um neuartige Geschäftsmodelle zu unterstützen oder vorhandene Geschäftsmodelle an die neuen Anforderungen anzupassen. Servicesysteme setzten den Fokus dabei auf die gemeinsame Wertschöpfung zwischen verschiedenen Akteuren (co-creation of value) und integrieren sowohl soziale, als auch technische Entitäten. Der Wert entsteht dabei durch den oftmals kombinierten Einsatz von Dienstleistungen und/oder Produkten. Der Entwurf derartige Servicesysteme ist auf Grund des Umfelds und der Komplexität nicht trivial und bedarf einer methodischen Unterstützung. Hierfür bietet sich unter anderem das Service Systems Engineering an, das auf den ingenieurmäßigen Entwurf, die Entwicklung und die Einführung von Servicesystemen fokussiert. Einen wesentlichen Bestandteil bilden dabei entsprechende Vorgehensmodelle, die den Entwurfsprozess in planbare Schritte teilen und so die Machbarkeit unterstützen.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, zu zeigen, welche Vorgehensmodelle für den Entwurf derartige Servicesysteme existieren. Der Fokus sollte dabei auf der Berücksichtigung der Herausforderungen der Digitalen Transformation liegen.

    Literatur

    • BöhmannT, LeimeisterJM, MösleinK (2014) Service Systems Engineering. Business & Information Systems Engineering 6(2):73–79. doi:10.1007/s12599-014-0314-8
  • SOFTEC-MA-03, Betreuung: Dipl.-Wirt.-Inf. J. Peter M. Schuler

    Rollen und Anforderungen im Transformationsmanagement von Unternehmen

    Im Rahmen der Digitalen Transformation stehen häufig Unternehmen im Fokus der Betrachtung. Durch die Änderungen von Technologien und Märkten besteht hier die Notwendigkeit, mit neuen Geschäftsmodellen und -prozessen wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei werden Prozess- und IT-Innovationen genutzt, um sich gegenüber Wettbewerbern durchzusetzen. Obwohl diese Arten von Veränderungsprozessen seit Jahrzehnten bestehen und immer schon im Fokus der Wirtschaftsinformatik standen, hat sich die Wahrnehmung der Notwendigkeit für diese Tätigkeiten im Unternehmenskontext verändert. Dabei wird die „Digitale Transformation“ häufig nicht über das Innovationsmanagement und etablierte Rollen wie die des CIOs abgewickelt, sondern es werden konsequent Anforderungen an neue Aktivitäten im Unternehmen (etwa Etablierung einer bimodalen IT) und Rollen, wie den CDO etabliert.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre konkrete Herausforderungen der Digitalen Transformation zu ermitteln und diese konkret auf Themen wie „bimodaler IT“ oder dem Konzept des CDO anzuwenden, um zu prüfen, inwieweit diese Konzepte geeignet sind, den Herausforderungen zu begegnen, im Gegensatz zu klassischen Ansätzen des IT-Managements, Innovationsmanagements oder Change-Managements.

    Literatur

    • HorlacherA, HessT (2016) What Does a Chief Digital Officer Do? Managerial Tasks and Roles of a New C-Level Position in the Context of Digital Transformation. In: Proceedings of HICSS 2016. 05.01.16 - 08.01.16, S 5126–5135. doi:10.1109/HICSS.2016.634 
    • MasliA, RichardsonVJ, WatsonMW, ZmudRW (2016) SENIOR EXECUTIVES’ IT MANAGEMENT RESPONSIBILITIES: SERIOUS IT-RELATED DEFICIENCIES AND CEO/CFO TURNOVER. MIS Quarterly 40(3):687–708
    • UrbachN Bimodale IT. In: Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik. wi-lex.de/lexikon/is-management/Software-Projektmanagement/bimodale-it/bimodale-it/
  • SOFTEC-MA-04, Betreuung: Dipl.-Wirt.-Inf. J. Peter M. Schuler

    Qualitätsbewertung von und Meilensteinplanung für Unternehmen im Kontext der digitalen Transformation: Analyse des Nutzens von Reifegradmodellen

    Die Herausforderungen der digitalen Transformation sind vielfältig. Insbesondere im Kontext von Industrie 4.0 werden Potenziale und Anforderungen an die IT identifiziert, bei denen viele Unternehmen einen Handlungsbedarf ableiten. Allerdings sind die geplanten Tätigkeiten immer in den Kontext des aktuellen Portfolios des Unternehmens zu setzen. An dieser Stelle bieten Reifegradmodelle ein mögliches Werkzeug. Diese dient unter anderem dem Wettbewerbsvergleich oder einer Potenzialanalyse. Dabei existieren sehr unterschiedliche Modellarten, bspw. nach unterschiedlichen Domänen. Der Nutzen solcher Reifegradmodelle wird oftmals kritisch hinterfragt, u. a. da meist nicht wohldefiniert ist, wie der Nutzen-Aufwand-Relation einer nächsten Reifestufe zu bewerten ist.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, unter der Berücksichtigung von allgemeinem Potenzial und Kritik von Reifegradmodellen generell, die Reifegradmodelle für digitale Transformationen zu identifizieren und im Kontext der Literatur kritisch zu bewerten.

    Literatur

    • LeyhC, Schäffer, Thomas, Forstenhäusler, Sven (2016) SIMMI 4.0 – Vorschlag eines Reifegradmodells zur Klassifikation der unternehmensweiten Anwendungssystemlandschaft mit Fokus Industrie 4.0. In: Nissen V, Stelzer D, Straßburger S, Fischer D (Hrsg) MKWI 2016 Proceedings. 2016-03-09 - 2016-03-11, Ilmenau, S 981–992
    • PöppelbußJ, RöglingerM (2011) What makes a useful maturity model? A framework of general design principles for maturity models and its demonstration in business process management. In: ECIS 2011 Proceedings, Paper 28
  • SOFTEC-MA-05, Betreuung: Dipl.-Wirt.-Inf. J. Peter M. Schuler

    Outsourcing als Lösung für die digitale Transformation: Analyse der Rolle von IT-Beratungen in der Digitalisierung

    Die Digitalisierung stellt Unternehmen vor große Herausforderungen bezüglich Organisationsstruktur, Prozesse und IT. Aufgrund der Komplexität und der fehlenden Kompetenz ist ein Ansatz der Unternehmen zur Verfügung steht die Nutzung von Beratungsunternehmen. Grundsätzlich werden diese Unternehmen für Transformationsprozesse eingesetzt, um Expertenwissen zuzukaufen und Veränderungsprozesse extern statt intern anzustoßen. Allerdings wird im Rahmen der digitalen Transformation generell ein höherer Handlungsbedarf und ein höheres Potenzial als bei bisherigen Projekten gesehen.

    Ein mögliches Ziel der Arbeit wäre es, die besonderen Anforderungen der Digitalen Transformation bezüglich aktueller Projekte zu ermitteln und die Eignung von Beratungsunternehmen dahingehend zu bewerten, welche Schritte im Rahmen der Transformationsprojekte eines Unternehmens geeignet durch Dritte zu erbringen wären.

    Literatur

    • KrügerN, TeutebergF (2016) IT Consultants as Change Agents in Digital Transformation Initiatives. In: Nissen V, Stelzer D, Straßburger S, Fischer D (Hrsg) MKWI 2016 Proceedings. 2016-03-09 - 2016-03-11, Ilmenau, S 1019–1030
    • SeifertH, NissenV (2016) Virtualisierung von Beratungsleistungen: Stand der Forschung zur digitalen Transformation in der Unternehmensberatung und weiterer Forschungsbedarf. In: Nissen V, Stelzer D, Straßburger S, Fischer D (Hrsg) MKWI 2016 Proceedings. 2016-03-09 - 2016-03-11, Ilmenau, S 1031–1040