Embodied GenAI
Zusammenarbeit
Multimodale Mensch-Embodied AI Interaktion
Gestaltung und Evaluation von Interaktionsmechanismen (Sprache, Gestik, Blick) zwischen Menschen und verkörperten KI-Systemen.
- Dabei spielt der Uncanny-Valley-Effekt eine zentrale Rolle, da ein zu menschenähnliches Erscheinungsbild bei gleichzeitig subtilen Abweichungen Irritationen und Ablehnung hervorrufen kann.
- Vertrauen ist ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz und effektive Nutzung verkörperter KI-Systeme und wird maßgeblich durch Transparenz, Vorhersagbarkeit und Kontrollmöglichkeiten beeinflusst.
- Schwarmintelligenz eröffnet neue Potenziale durch die koordinierte Zusammenarbeit mehrerer KI-Instanzen, insbesondere in Kombination mit Human-in-the-Loop-Systemen, in denen menschliche Eingriffe gezielt integriert werden.
Gestaltungswissen zu Physical AI
Physische Verkörperung
Wir haben zunächst eine Taxonomie zur Klassifizierung physisch verkörperter generativer KI-Systeme entworfen. Nun untersuchen wir darauf aufbauend Anforderungen und Gestaltungsoptionen in verschiedenen Domänen. Dabei arbeiten wir aktuell daran, Designprinzipien für verkörperte Systeme zu erarbeiten. Für uns interessante Domänen sind unteranderem:
- Katastrophenschutz
- Blindenassistenz
- Service-Robotik
- Haushaltsunterstützung
Gestaltungswissen zu Avataren
Digitale Verkörperung
Wir untersuchen Anforderungen und Gestaltungsoptionen für digital verkörperte KI in verschiedenen Domänen.
In der medizinischen Ausbildung (Anamnese- und Kommunikationstraining) haben wir einen KI-basierten Prototypen entwickelt, der über 500 realistische Patientenszenarien als digital verkörperte generative KI bereitstellt. Der virtuelle Patient kombiniert eine multimodale Repräsentation (u. a. visuell, Stimme, Bildgebung), konfigurierbare Eigenschaften (z. B. Geschlecht, Alter, Persönlichkeit) und differenzierte klinische Profile mit variierenden Symptomen, ergänzt durch realistische Dialoge und integriertes Feedback.
Die gewonnenen Erkenntnisse übertragen wir auf weitere Domänen, u. a.:
- Simulation und Training in sicherheitskritischen Kontexten (z. B. Fluglotsentraining aus Tower- und Pilotperspektive sowie Funktraining)
- Interaktive Avatare in Service- und Supportkontexten
- Lern- und Bildungsszenarien mit Fokus auf Kommunikation und Entscheidungsfindung
Ziel: Gestaltungswissen für verkörperte generative KI in verschiedenen Anwendungsdomänen – durch Taxonomieentwicklung, empirische Forschung und prototypische Systementwicklung.

Roboterhund
Für die empirische Forschung steht am Lehrstuhl ein Unitree Go2 Edu Roboterhund zur Verfügung – eine Plattform für Prototyping, Experimente und die Evaluation verkörperter KI-Systeme in realen Szenarien.

Humanoider Roboter
Für die empirische Forschung steht ebenfalls ein Unitree R1 Edu humanoider Roboter zur Verfügung – gefördert durch das Projekt Embodied Intelligence.

Drohnen
Zur Überwachung und Überbrückung von Luftraum werden ebenfalls Drohnen eingesetzt.

Virtueller Patient
Für den Einsatz in der medizinischen Ausbildung entwickelten wir einen KI-Prototypen mit über 500 virtuellen Patienten und integriertem Feedback.
Ausgewählte Publikationen
- Laufer, Jan; Banh, Leonardo; Strobel, Gero: Bridging Mind and Matter: A Taxonomy of Embodied Generative AI. In: AIS (Hrsg.): Wirtschaftsinformatik 2025 Proceedings. Münster, Germany, 2025. Details BIB Download
- Laufer, Jan; Banh, Leonardo; Strauß, Volker; Strobel, Gero: Grey’s A(I)natomy: Design Principles for Generative Virtual Patients. In: Ais (Hrsg.): ECIS 2026 Research Papers. Milan, Italy, 2026. Details BIB Download
Ausgewählte Abschlussarbeiten
- Eine Klassifizierung digital verkörperter generativer KI: Entwicklung einer Taxonomie (Englischer Titel: A Classification of Digitally Embodied Generative AI: Development of a Taxonomy )
Bachelorarbeit Wirtschaftsinformatik, Ansprechpartner*in: Jan Laufer, M. Sc. - Entwicklung von Gestaltungsprinzipien für verkörperte generative KI im polizeilichen Kontext (Englischer Titel: Development of Design Principles for Embodied Generative AI in a Police Context)
Bachelorarbeit Wirtschaftsinformatik, 2026, Ansprechpartner*in: Jan Laufer, M. Sc. - Entwicklung von Gestaltungsprinzipien für verkörperte generative KI im Kontext des Brandschutzes (Englischer Titel: Development of Design Principles for Embodied Generative AI in the Context of Fire Safety)
Bachelorarbeit Wirtschaftsinformatik, 2026, Ansprechpartner*in: Jan Laufer, M. Sc. - Identifizierung und Analyse von Akzeptanzfaktoren für verkörperte Generative KI: Eine quantitative Untersuchung (Englischer Titel: Identifying and Analysing Acceptance Factors for Embodied Generative AI: A Quantitative Study)
Bachelorarbeit Wirtschaftsinformatik, 2026, Ansprechpartner*in: Jan Laufer, M. Sc. - Entwicklung von Gestaltungsprinzipien für verkörperte generative KI im Kontext der industriellen Fertigung (Englischer Titel: Development of Design Principles for Embodied Generative AI in Manufacturing Processes )
Bachelorarbeit Wirtschaftsinformatik, 2025, Ansprechpartner*in: Jan Laufer, M. Sc. - Entwicklung von Gestaltungsprinzipien für verkörperte generative KI zur Unterstützung therapeutischer Interventionen bei Kindern (Englischer Titel: Development of Design Principles for Embodied Generative AI to Support Therapeutic Interventions in Children)
Bachelorarbeit Wirtschaftsinformatik, 2025, Ansprechpartner*in: Jan Laufer, M. Sc. - Entwicklung von Gestaltungsprinzipien für verkörperte generative KI im Kontext der Gebäudesicherheit (Englischer Titel: Development of Design Principles for Embodied Generative AI in Building Security)
Bachelorarbeit Wirtschaftsinformatik, 2025, Ansprechpartner*in: Jan Laufer, M. Sc.

