Aktuelle Meldung

 Do., 28. Mai 2026

SOFTEC mit zwei Beiträgen auf der ECIS 2026 vertreten

Wir freuen uns bekanntgeben zu dürfen, dass gleich zwei wissenschaftliche Beiträge des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und Softwaretechnik (SOFTEC) auf der 34th European Conference on Information Systems (ECIS 2026) angenommen wurden. Die ECIS 2026 findet vom 15. bis 17. Juni 2026 in Mailand, Italien, statt und steht unter dem Leitthema „Reimagining Digital Technology for Business, Management, and Society“. Als eine der zentralen europäischen Konferenzen im Bereich der Wirtschaftsinformatik bietet die ECIS eine wichtige Plattform für den wissenschaftlichen Austausch zu aktuellen Entwicklungen digitaler Technologien in Wirtschaft, Management und Gesellschaft. 

Der erste Beitrag „Grey’s A(I)natomy: Design Principles for Generative Virtual Patients“ von Jan Laufer, Leonardo Banh, Volker Strauß und Gero Strobel wurde im Track „Health Information Technology“ angenommen. Die Studie adressiert eine zentrale Herausforderung in der medizinischen Ausbildung: Kommunikationstrainings mit menschlichen Schauspielpatientinnen und -patienten sind ressourcenintensiv und nicht immer skalierbar verfügbar. Der Beitrag zeigt, wie generative KI eingesetzt werden kann, um realistische, skalierbare und personalisierte virtuelle Patientinnen und Patienten für das Training ärztlicher Kommunikationskompetenzen zu gestalten. Auf Basis eines prototypischen Systems mit über 500 realistischen Patientenszenarien wurden die entwickelten Designprinzipien mit 39 Medizinstudierenden sowie praktizierenden Ärztinnen und Ärzten evaluiert. Damit leistet die Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung KI-gestützter Trainingssysteme in der medizinischen Ausbildung und zur digitalen Transformation des Gesundheitswesens. 

Der zweite Beitrag „Mission: Orchestration – Governance Mechanisms and Future Research Directions in Digital Platform Ecosystems“ von Robert Woroch, Maximilian Schreieck, Leonardo Banh und Gero Strobel wurde im Track „Platforms, Sourcing & Governance in the Digital Age“ angenommen. Die Studie befasst sich mit Governance-Mechanismen in digitalen Plattformökosystemen. Eine zentrale Rolle für Wertschöpfung, Qualitätssicherung und Innovation kommt der Governance digitaler Plattformen zu, da Plattformbetreiber die Beiträge unabhängiger Komplementoren nicht über klassische hierarchische Steuerungsmechanismen koordinieren können. Auf Grundlage einer systematischen Literaturanalyse von 644 Publikationen entwickelt der Beitrag ein integratives Rahmenwerk und identifiziert drei zentrale Typen von Governance-Mechanismen: Anreize, Kontrolle und Boundary Resources.  Im Rahmen einer Forschungsagenda gibt der Beitrag einen Ausblick darauf, wie neue technologische Entwicklungen wie algorithmische Governance, generative KI und agentische Systeme zukünftige Governance-Praktiken in digitalen Plattformökosystemen prägen werden. 

Wir gratulieren den Autoren herzlich zu dieser erfolgreichen Annahme und freuen uns über die starke Präsenz unseres Lehrstuhls auf der ECIS 2026!